Kalari

Mein Weg zum Kalari
Was Kalari für Dich tun kann

Was erwartet Dich im Unterricht
Yoga und Kalari


Mein Weg zum Kalari

Meine sportlichen Wurzeln liegen im Tanz. Jahrelange Ballett- und Tanzpraxis in der Kindheit und Jugend. Ich habe nie die Liebe zum tänzerischen Ausdruck verloren. Doch das Leben ging andere Wege mit mir und ich hörte auf zu trainieren und fand erstmal anderes spannender.

Sport fand im Sportstudio statt. Aerobic, Ironfit usw. Glücklich machte mich das nie. Eher unzufrieden und frustriert. Ich hatte weder Spaß daran, noch fand ich den Effekt besonders bemerkenswert.

Dann Laufen, ja, immer noch gern.

Vielleicht Yoga? Nein, nach einigen Versuchen in verschiedenen Stilen fand ich es für mich nicht erfüllend.

Meditation zum Stressabbau. Ja, ist bestimmt ein guter Weg, doch auch damit wurde ich nicht wirkich glücklich. Ich hatte häufig das Gefühl nur „so zu tun als ob“. Ich kam nicht richtig an.

Eines Abends saß ich mit ein paar Frauen zusammen und klagte mein Leid, dass ich einfach keinen Sport fände der mir Spaß macht und einen nachhaltigen Effekt auf mein Befinden, seelisch wie körperlich, hat.

Eine der Frauen nahm mich mit zum Kalari (Danke Tanja!). Ich war sofort Feuer und Flamme. Die Bewegungen hatten etwas starkes, tänzerisches, unglaublich fokussiertes das mich beeindruckte. Ebenso der Lehrer Kai Hitzer, der immer noch mein Lehrer ist.

Ich begann mit dem Training. Und ich merkte, dass Kalari nicht nur auf meinen Körper, sondern auch auf meinen Geist, meine Wahrnehmung, mein Innerstes eine immense Wirkung hat. Insofern dass mein Geist ruhiger geworden ist, meine Sinne schärfer, und mein Körper-Seelen Gleichgewicht stimmiger geworden ist. [nach oben]


Was Kalari für Dich tun kann

Kalari erfüllt gleich mehrere Bedürfnisse. Es verleiht:

  • Kraft und Stärke
  • Flexibilität
  • scharfe Sinne
  • Kondition
  • Zielgerichtetheit
  • Klarheit
  • Ruhe im Körper und im Geist.

Zusätzlich gleicht es unsere rechte und linke Gehirnhälfte aus und versöhnt weibliche und männliche Energie. Beide benötigen wir in gleichem Maße, Männer wie Frauen. Diese Ressourcen wirken sich im Leben sehr positiv aus. Sowohl privat als auch im Beruf. [nach oben]


Was Dich im Unterricht erwartet

Das Training beginnt mit den Lohas, leichten Aufwärmübungen.

Dann folgen Sonnengrüße der Kalaritradition in verschiedenen Variationen.

Danach kommen die fürs Kalari charakteristischen Fußschwünge, oder Kicks, die sich sehr positiv auf die Gelenkigkeit und auf den unteren Rücken auswirken.

Die erste Kalariform, die der Schüler erlernt, ist die Kalari Vandanam.
Hier werden die verschiedenen Tierpositionen des Kalariyoga in fließende Bewegung umgesetzt.

Wenn diese Form beherrscht wird, beginnt man mit den Shakti und Shivaformen.

Shiva steht für den männlichen Aspekt der Bewegungsenergie und des Ausdrucks.
Die Shivaform erdet Körper und Geist.
Sie gibt uns einen starken Unterbau mit dem wir uns gut mit der Erde verbinden können.

Shakti steht für den weiblichen Aspekt der Energie und des Ausdrucks.
Die Shaktiform fördert die Leichtigkeit und den expressiven Körperausdruck.
Während die Shivaform sehr zielgerichtet und extrem gradlinig und simpel ist, ist die Shaktiform tänzerisch, leicht und luftig.

Der/die praktizierende kann durch die Auswahl der Übungen seine
Konstitution verändern.
Wenn ich merke, heute fehlt mir wirklich die Bodenhaftung, würde ich mehr Shivaformen laufen; und umgekehrt, wenn ich am Boden klebe, mich schwer fühle, würde ich Shaktiformen wählen.

Es gibt unzählige Variationen der Formen.
Und es gibt zusätzlich auch noch verschiedene Stile, sodaß Kalari niemals langweilig wird.
Man wird es kaum schaffen in seinem Leben alle Formen zu erlernen.

Hat man die Grundformen Shiva und Shakti verinnerlicht kann man,wenn man möchte, anfangen die Waffenformen zu erlernen.

Im Kalari gibt es verschiedenste rituelle Partnerübungen, die mit unterschiedlichen Waffen praktiziert werden. Hier gilt immer: Waffe auf Waffe, niemals ist es Ziel jemandem Verletzungen zuzufügen.

Es ist ein tiefer, sehr wacher Zustand in den uns die Waffenformen bringen.
Unsere Sinne werden geschärft und wir lernen Druck auszuhalten, bei uns zu bleiben auch in schwierigsten Situationen.

Nach dem Kalaritraining ist man erschöpft, wach und meistens ziemlich glücklich!
Unser Gurukkal C.M. Sherika geht soweit zu sagen, dass Kalari ein sehr wirksames Mittel gegen Depressionen sein kann oder ist, ich stimme ihm da zu. [nach oben]


Yoga und Kalari

Yoga ist eine alte indische Wissenschaft von Körper, Geist und Seele. Das Wort hat seinen Ursprung im Sanskrit und bedeutet soviel wie „vereinen, sammeln, konzentrieren, vereint wirken lassen“. Die Energien von Körper, Geist und Seele sollen in völliger Harmonie miteinander und dem Kosmos gebracht werden.
Dasselbe wollen wir im Kalari Payatt erreichen.
Körper, Geist , Seele und Sinne in Einheit zu bringen. Für das perfekte Zusammenspiel.

Doch trotzdem Kalari ein eigenständiges Yogasystem hat und viele KalarischülerInnen aus dem Yoga kommen, ist es nicht vergleichbar.

Während wir im Yoga viele statische Übungen haben, ist Kalari Payatt fast immer in Bewegung.
Im Yoga richten wir den Fokus nach Innen.
Wir bekommen Anweisungen wann und wie zu atmen haben

Im Kalari richten wir den Fokus nach aussen.
Der Körper und die Bewegung bestimmen die Atmung.
Es werden keine Ansagen gemacht.
Besonders in den Waffenformen sind wir hochkonzentriert und wach.

Doch trotz der Unterschiede ist der Nutzen den wir aus den Übungen ziehen ein ähnlicher.
Wir kommen zu uns. Wir werden bewusst. Die Gedanken kommen zur Ruhe. Im Kopf ist Stille. [nach oben]

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